Kino und TV sind die beliebtesten Werbemedien

 

Im Rahmen des Trendpanels „TIMESCOUT“ beschäftigte sich tfactory Hamburg in diesem Jahr ausführlich mit der empirischen Analyse der Akzeptanz und Beliebtheit von Werbemedien und Werbestilen in der Gruppe der unter-40-Jährigen. Dafür wurden 1.200 Jugendliche und junge Erwachsene in sechs deutschen Großstädten befragt.

Kino- und TV sind die eindeutigen Gewinner der Jugend-Akzeptanzanalyse (Altersgruppe 11 – 29 Jahre) unter den wichtigsten Werbemedien im Jahr 2011. Im Vergleich zu den Ergebnissen der Analyse des Jahres 2009 konnte das Kino seine gute Position halten, das TV konnte sogar zulegen. Die Printmedien müssen hingegen einen Rückgang ihrer Beliebtheit als Werbeträger hinnehmen.

In der Altersgruppe der 11- bis 14-jährigen ist das Fernsehen nun das beliebteste Werbemedium, gefolgt von Kino und Print. Bei den 15- bis 19-jährigen kehrt sich dieses Verhältnis dann um. Kino steht bei ihnen eindeutig vor TV an erster Stelle des Beliebtheitsrankings. Mit zunehmendem Alter nimmt die Beliebtheit der Kinowerbung wieder ab, die des Fernsehens als Werbemedium bleibt bis ans Ende des vierten Lebensjahrzehnts hinein nahezu konstant.


Gratispostkarten als Werbemedium der jungen Erwachsenen

Tolle Beliebtheitswerte kann die Gratispostkarte bei den 20- bis 39-jährigen erreichen. In dieser Gruppe ist sie bei über 40 Prozent der Befragten ein beliebtes Werbemedium. Besonders die jungen Trendsetter, die sich für kulturelle Insider halten und die die Hotspots der städtischen Lokal- und Barszene frequentieren, lieben das schon längst zum Traditionskanon der Werbekommunikationsmittel zählende Medium. Will man junge urbane Frauen aus den Bildungsschichten erreichen, ist die Gratispostkarte noch immer eines der Mittel erster Wahl.

Welcher Werbestil macht Werbung erfolgreich?

Werbung darf heute wieder Werbung sein. Sie muss sich nicht mehr länger durch die Hintertür der subtilen Produktplatzierung in das Leben der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einschleichen - im Gegenteil. Die jungen Konsumenten akzeptieren die Werbung. Nur wenn die Werbemonotonie zu groß wird, entsteht Reaktanz. Auch das Produkt muss nicht mehr hinter ausladenden Lifestylebilderteppichen versteckt werden. Die jungen Konsumenten wünschen sich, dass es selbstbewusst im Mittelpunkt der Werbung steht. Unterschiedliche Anforderungen stellen die jungen Konsumenten an TV/Kino- und Printwerbung.

Fernseh- und Kinowerbung: Humor, die richtiger Musik und ein dominantes Produkt

Für die Mehrheit der jungen Konsumenten hat Witz, Humor und subtile Ironie den Werbestil der TV- und Kino-Werbung zu prägen. Gleich danach im Ranking der bedeutenden Stilelemente steht die Musik. Für den Großteil der Jugendlichen entscheidet die richtige (zielgruppenadäquate!!) Musikwahl darüber, ob ein Werbespot Akzeptanz findet oder nicht. Und das Produkt muss sich nicht verstecken, vielmehr ist das selbstbewusste, dominante Auftreten des Produktes im Werbespot für die jungen Konsumenten ein Beleg für das Selbstbewusstsein der absendenden Marke.

Print: Starkes Produkt, starke Bilder und Produktproben

Weniger Witz und Humor, dafür aber mehr Produkt erwartet sich der junge Konsument von der Print-Anzeige. In der Printanzeige ist eindeutig das Produkt der Star. Es soll umrahmt von starken Bildern im Mittelpunkt der Bühne stehen. Für fast ein Drittel der jungen Konsumenten besteht eine wichtige Qualität von Print-Werbung in der beigeschlossenen Produktprobe.

Die große Überraschung: Stars spielen kaum eine Rolle

Überraschen kann das Ergebnis, dass die 14- bis 29-jährigen Konsumenten das Auftreten von Stars und von stylischen jungen Menschen in der Werbekommunikation wenig Bedeutung beimessen. Stars spielen in der Altersgruppe der Unter-20-jährigen eine gewisse Rolle (ca. 20 Prozent halten sie für einen wichtigen Aspekt des Werbestils), in der Gruppe der 20- bis 29-jährigen und darüber hinaus sind Stars in der Werbung eine absolut zu vernachlässigende Größe.

Quelle: tfactory GmbH Agentur für Jugendmarketing, Markt- und Meinungsforschung GmbH